Prof. Dr. med Rainer Weber Arzt für HNO-Heilkunde  |  Allergologe  |  Plastische Operationen

Kieferhöhle

Die Kieferhöhle liegt im Zentrum des Gesichts und ist über eine kleine Öffnung im oberen Anteil mit der Nasenhöhle verbunden. Ein über die Öffnung ausgespannter papierdünner Knochen (Processus uncinatus) engt diese Drainage öfters ein. Maßnahmen zur Verbesserung der Drainage der Kieferhöhle bei häufigen akuten oder auch bei der chronischen Kieferhöhlenentzündung bestehen deshalb in der präzisen Entfernung dieses Knochens und der Erweiterung der natürlichen Drainageöffnung.

Häufig - insbesondere wenn die Operation nicht endoskopisch erfolgt - wird bei Kieferhöhlenoperationen zwar eine große Öffnung im hinteren Kieferhöhlenanteil angelegt, die natürliche Kieferhöhlenöffnung jedoch eng belassen, sodass die Beschwerden des Patienten gleich bleiben. Denn die Flimmerzellen in der Kieferhöhle transportieren den Schleim zur natürlichen Öffnung, weshalb aus derzeitiger Sicht bei entzündlichen Erkrankungen dieses " Fenster" erweitert werden muss.

Diese bei der Voroperation quasi vergessene natürliche Öffnung wird international als Missed-Ostium-Sequenz bezeichnet und rechtfertigt eine erneute Operation trotz großer Öffnung, die aber an der falschen Stelle liegt. Diese Revisionsoperation sollte zwingend endoskopisch unter zu Hilfenahme von Winkeloptiken erfolgen.

 

 

 

 
  

 

 

 

 

Informationen zur Kieferhöhle

© Prof. Dr. med. Rainer Weber, Karlsruhe